Quanz für PISA-Test für Lehrer

In einer ersten Stufe gehe es darum, dass die Länder entsprechende Berichte abgeben sollen. Dies reiche aber nach Ansicht von Quanz nicht aus. „Auch die zweite Stufe müssen wir in Deutschland, wie viele andere Länder auch, angehen. In der zweiten Stufe geht es darum, dass internationale Experten die Professionalität der Lehrerinnen und Lehrer entsprechend begutachten. Dabei geht es auch darum festzustellen, wie der Beruf attraktiver und flexibler gestaltet werden kann und wie die besten Studierenden dafür gewonnen werden können.“

Die Argumentation aus der Kultusministerkonferenz, dass im Moment zu viele internationale Tests liefen, ließ Quanz nicht gelten. Auch das Argument, dass in Deutschland die Lehrerausbildung sich in einer Umbruchphase befinde, dürfe nicht dazu führen, sich dieser internationalen Vergleichsstudie nicht zu stellen. „Wir wollen feststellen wo Defizite und Stärken in unserem Aus- und Fortbildungssystem liegen. Wir wollen im Interesse der Lehrerinnen und Lehrer herausfinden, wo ggf. dringender Reform- und Handlungsbedarf besteht. Ganz besonders aber im Interesse der Schülerinnen und Schüler geht es darum, festzustellen, wie die Unterrichtsqualität verbessert und dauerhaft gesichert werden kann. Dies setzt eine entsprechend gute Aus- und Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer voraus“, so der Abgeordnete.

Die Studie könne auch dazu beitragen, das Image des Lehrerberufs deutlich aufzubessern. „Ich möchte, dass die Lehrerinnen und Lehrer wegkommen vom Image, die Prügelknaben der Nation zu sein. Gerade eine solche internationale Studie kann die geeignete Grundlage dafür sein, dass die tägliche schwierige Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer eindrucksvoll gewürdigt wird. Zugleich kann damit auch dafür gesorgt werden, dass die Anstrengungen im Bildungssystem von der gesamten Gesellschaft besser honoriert werden. Lehrerinnen und Lehrer brauchen die Unterstützung der Eltern, die Unterstützung des Staates, damit sie die vielfältigen Erwartungen in die tägliche Schulpraxis auch erfüllen können.“

Quanz forderte Kultusministerin Wolff auf, sich in der Kultusministerkonferenz dafür einzusetzen, dass Hessen mit großem Engagement dafür eintritt, diese internationale Studie als Chance für die Lehrerinnen und Lehrer zu begreifen.