Riege: Energieberatung als Pflichtaufgabe der Schornsteinfeger

Er unterstütze ausdrücklich eine entsprechende Forderung des Schornsteinfegerhandwerkes.

Wie der SPD-Politiker erläuterte, sprächen gute Gründe für eine solche Gesetzesänderung. Schornsteinfeger profitierten nicht vom Ergebnis ihrer Beratung. Sie seien als kompetente und neutrale Berater in der Bevölkerung anerkannt. Zudem schaffe die Energieberatung neue Märkte. Untersuchungen belegten, dass bei einem jährlichen Investitionsvolumen von 0,5 Milliarden € bis zu 300.000 Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Schornsteinfeger hätten durch ihre große Zahl von Kundenkontakten die beste Möglichkeit, diese Marktchancen voll zur Geltung zu bringen. Damit greife auch der Einwand nicht, diese Gesetzesänderung führe zu einer einseitigen Beeinflussung des Energieberatungsmarktes zugunsten der Schornsteinfeger. Vielmehr würden neue Marktchancen im Energiebereich eröffnet.

Daher begrüßte Riege eine geplante Bundesratsinitiative Hessens, das Schornsteinfegergesetz entsprechend zu ändern. Es sei ihm unverständlich, dass sich bisher nur wenige Länder dieser Forderung angeschlossen hätten. Er forderte die Landesregierung auf, unverzüglich die Gesetzesinitiative auf den Weg zu bringen. Allerdings bedeute eine Änderung des Schornsteinfegergesetzes noch nicht, dass eine bundesweite Umsetzung erfolgen müsse, so der Abgeordnete. Die Übertragung der Initialberatung erfolge durch Landesverordnung. Er hoffe daher, dass möglichst alle Bundesländer entsprechend verfahren. Dies wäre ein wichtiger Beitrag sowohl zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Außerdem sind Neuanschaffungen im Energiemarkt auf Dauer rentabel und dienen gleichzeitig der Einhaltung der von Deutschland zugesagten Klimaschutzverpflichtungen.