„Ausbildung für alle“ – Riege: Landesregierung soll Benachteiligte besser fördern

Die Initiative orientiere sich an den Beschlüssen des Bündnisses für Arbeit, erläuterte der SPD-Politiker. Dabei solle in Zusammenarbeit mit der Arbeitsverwaltung ein durchgängiges Förderprogramm für diejenigen Jugendlichen entwickelt werden, denen bei der Vorbereitung auf eine Ausbildung geholfen werden müsse. Das Programm sei auf die jeweiligen individuellen Bedürfnisse ausgerichtet. Für diese und andere Initiativen seien bis 2005 rund 53 Millionen Euro vorgesehen, wobei die Hälfte aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert werde und ergänzend weitere Drittmittel angeworben werden könnten.

Gerade für Hessen sei diese Initiative dringend nötig, hob der Abgeordnete hervor, weil laut Statistischem Landesamt hier der Anteil der Jugendlichen ohne Schulabschluss deutlich über dem Bundesdurchschnitt liege. Da sich darunter viele ausländische Jugendliche befänden, sei die Maßnahme der Bundesregierung auch ein wichtiger Schritt zur Integration.

Riege forderte die Landesregierung auf, die Initiative zu unterstützen und gleichzeitig eigene Maßnahmen auf Landesebene zu entwickeln. Die Integration sozial benachteiligter junger Menschen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sei für die gesamte Gesellschaft von immenser Bedeutung, um keinen sozialen Bodensatz entstehen zu lassen. "Hierauf sollte sich die Landesregierung konzentrieren, statt für eine Eliteschule im Rheingau Geld zum Fenster hinauszuwerfen", so Riege.