Fuhrmann (MdL) zum Weltkindertag: Sozialministerin muss bei Kinderbetreuung Hausaufgaben machen

"Von einem kinderfreundlichen Hessen sind wir meilenweit entfernt. Nicht die Kommunen haben es versäumt, die Kinderbetreuung auszubauen, sondern die Landesregierung hat die steigende Nachfrage nach Betreuungsangeboten für Kinder unter drei Jahren und Schulkinder schlichtweg verschlafen. Die Ministerin sollte ihre Hausaufgaben machen, statt den Kommunen den schwarzen Peter zuzuschieben" meinte Fuhrmann.

Trotz aller Anstrengungen der früheren SPD-geführten Landesregierung fehlten Krippenplätze, werde an Betreuungsangeboten für Grundschüler gespart, seien die starren Öffnungszeiten der Kindergärten und Tagesstätten für viele berufstätige Eltern ein Ärgernis. Im Ländervergleich bilde Hessen mit einer Versorgungsquote von etwa 1,6 Prozent das Schlußlicht bei der Betreuung von Kleinkindern in Deutschland. Für etwa 183.000 Kinder unter drei Jahren stünden nur ungefähr 2.900 Plätze in Betreuungseinrichtungen zur Verfügung. "Die Aktion zum Weltkindertag soll offenbar von diesem Defizit ablenken," so Petra Fuhrmann. "Anstatt mit einer ständigen Flut von Pressemeldungen von seiner eigenen Untätigkeit abzulenken, sollte sich die Landesregierung lieber endlich an die Arbeit machen."