Schaub: Koch muss endlich die Kumpanei mit Kanther beenden und ein Parteiausschlussverfahren einleiten

Während die hessische Schwarzgeld-CDU nicht müde werde, sich selbst als Geschädigte von Kanthers Machenschaften zu bezeichnen, habe Koch sich nie ernsthaft von seinem Amtsvorgänger abgesetzt. "Bislang drängt sich der Eindruck von unerträglicher Kumpanei zwischen Koch und seinem Amtsvorgänger auf. Trotz schwerer Verstöße gegen die Verfassung, gegen das Parteiengesetz und – so die Staatsanwaltschaft – gegen das Strafrecht ist Kanther noch immer CDU-Mitglied und wird von Koch geschont. Offensichtlich traut sich Koch nicht, Kanther die notwendigen Konsequenzen für sein Fehlverhalten spüren zu lassen, weil es ein gegenseitiges Druckpotential gibt", sagte Schaub. "Während die Bundes-CDU überlegt, endlich Herrn Kiep rauszuwerfen, unternimmt die hessische Schwarzgeld-CDU nichts gegen ihren Ex-Vorsitzenden, der seiner Partei geschadet hat wie kein zweiter."

Auch die anderen Beteiligten im Schwarzgeld-Skandal, von der Buchhalterin Elke W. über den stellvertretenden Landesgeschäftsführer Hehn bis zu Prinz Wittgenstein seien von Roland Koch und der Schwarzgeld-CDU bislang mit Samthandschuhen angefasst worden.