Hillenbrand: Versuchs- und Lehrbetrieb für Waldarbeit soll überfallartig geschlossen werden

Damit seien die Befürchtungen der SPD bestätigt worden, dass der Landesbetrieb Hessen-Forst quasi im Alleingang seine rein betriebswirtschaftlich motivierten Entscheidungen trifft. "Der Verdacht der Gewinnmaximierung zu Lasten einer hervorragenden forstlichen Bildungsarbeit in Hessen drängt sich förmlich auf", sagte Hillenbrand am Mittwoch.

Hillenbrand fordert die sofortige Vorlage eines Gesamtkonzeptes für die Aus-, Fort- und Weiterbildung für den Staats-, Kommunal- und Privatwald, der auch zukünftig eine adäquate Bildung des gesamten Forstbereiches in den drei Waldbesitzarten sichert. Darüber hinaus fordert sie den Erhalt der Arbeitsplätze der Beschäftigten.

Die Abgeordnete kritisierte, dass weder die Beschäftigten in Lampertheim in den Entscheidungsprozess einbezogen worden seien noch es irgendwelche Informationen auf der politischen Ebene gegeben habe. "Ist das die versprochene Transparenz bei der Umsetzung der Forstreform, Herr Staatsminister?" fragt Hillenbrand.

Erklärungsbedürftig sei die Schließung des Standortes auch deswegen, weil die Liegenschaft erst im Jahre 1995 mit über 3 Mio DM modernisiert worden sei. "Von der Technik bis zu den modernen Unterkunfts- und Seminarräumen, die auch von vielen externen Gruppierungen genutzt werden, ist alles vorhanden."

Hillenbrand wird sich gemeinsam mit dem SPD-Wahlkreisabgeordneten Norbert Schmitt vor Ort informieren.