Klär: Erweiterung der Arbeitsbereiche der Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk Hessen begrüßenswert – Pilotversuch für digitales Radio in Hessen aber kläglich gescheitert

"Es ist richtig und wichtig, von klein auf an den Umgang mit den audiovisuellen Medien einzuüben, um der Programmverflachung mancher privater Sender zu begegnen", sagte Klär. Es sei auch begrüßenswert, die vorhandenen Einrichtungen, die sich seit Jahren mit diesem Thema beschäftigen, in ein Netzwerk einzubinden. Dazu gehöre auch das Hessische Institut für Medienpädagogik und Kommunikation in Frankfurt, das Projekte zur Förderung der Medienkompetenz bei Eltern, Erzieherinnen und Erziehern und Kindern bereits ab dem Kindergarten entwickelt habe und dafür mit der Wegnahme von Mitteln in Höhe von jährlich 450.000,- DM durch die Hessische Landesregierung "bestraft" worden sei.

Klär kritisiert allerdings den Beschluss, kurzfristig aus den zusätzlichen Mitteln mehr Geld für die Förderung der technischen Infrastruktur zu geben, ginge dieses Geld doch überwiegend in den Ausbau der Sendernetze für das digitale Radio (DAB). Seit der Verabschiedung der HPRG hat die Hessische Landesregierung DAB in den Regelbetrieb überführt, obwohl diese Technik bis heute nicht erfolgreich sei, da es an den notwendigen preiswerten Empfangsgeräten fehle und der Konsument bisher auch kein sonderliches Interesse an digitalen Radioprogrammen gezeigt habe. Auch die zusätzlichen Dienste über DAB seien keinesfalls überzeugend, da diese zukünftig auch über Handy geliefert würden. Der DAB- Pilotversuch in Hessen sei kläglich gescheitert. "Es ist nicht einleuchtend, daß diese zusätzlichen Gelder für die LPR, die schließlich aus den Rundfunkgebühren kommen, in ein bisher immer noch nicht aussichtsreiches rundfunktechnisches Projekt gesteckt werden."