Clauss: Mediatoren stehen zu Nachflugverbot – Landesregierung auf Schlingerkurs

Besonders wichtig sei, dass der von der Wirtschaft
entsandte Mediator, der frühere IHK-Präsident Dr.
Niethammer, das Nachflugverbot für unverzichtbar halte, um eine Zustimmung der Region zu Ausbau zu erreichen. "Er
widerspricht damit nachdrücklich den Stimmen einiger
Unternehmen – wie der Lufthansa und der Dachorganisation
der deutschen Fluggesellschaften, BARIG – die den Vorrang
der Politik in dieser Frage nicht akzeptieren wollen. Aber es
muss klar sein: Die Politik lässt sich nicht zum Büttel der
Unternehmen machen", so Clauss.

Die Lufthansa steuere weiterhin einen gefährlichen Kurs.
"Eine Position Alles oder Nichts, kann zum Nichts führen."
Clauss forderte die Airline auf, endlich ihre
unternehmerische Strategie umzustellen anstatt mit dem
Feuer zu spielen. "Die Lufhansa gehört zu den Nutznießern
des geplanten Ausbaus, dafür muss sie das Nachtflugverbot
akzeptieren."

Clauss sagte an die Adresse von Ministerpräsident Koch
und Wirtschaftsminister Posch, dass ihre Doppelstrategie
beim Flughafenausbau jetzt in sich zusammengebrochen sei.
"Der Wirtschaftsminister hat die Unternehmen beruhigt,
indem er das Nachtflugverbot stets in Frage gestellt hat, und
der Ministerpräsident hat die Bürgerinnen und Bürger mit
seiner Garantie für das Nachtflugverbot getäuscht. Die
Glaubwürdigkeit der Landesregierung schwindet wegen der
wachsenden Kluft zwischen Reden und Handeln immer
mehr."