Hillenbrand: SPD fordert Zeitlohn für Waldarbeiter

Gewerkschaften, Personalvertretung und Waldarbeiter fordern die Umwandlung des leistungsbezogenen Lohnes in einen Monatslohn. Dies soll unter anderem dazu beitragen, die Gefahr von Betriebsunfällen im Forst, zu reduzieren, die aus der bislang vorherrschenden "Akkord-Bezahlung" resultieren.

Obwohl Forstminister Dietzel inzwischen zugegeben habe, dass die Lohnfindung eine Katastrophe und die Lohnfindungskosten zu hoch seien, bestehe bei der Koalition kein politischer Wille, eine Änderung im Sinne der Betroffenen vorzunehmen.

Hillenbrand: "Wir haben die Forderung der Waldarbeiter unterstützt, weil veränderte Arbeitsbedingungen und umfangreiche eigenverantwortliche Arbeitsausführungen sowie eine höhere Qualifikation der Waldarbeiter eine neue Lohnform im Rahmen des bestehenden Bundestarifs rechtfertigen. Die Tatsache, dass der bisherige "Akkordlohn" den Leistungsdruck erhöht und die notwendige Arbeitssicherheit und die erforderlichen Unfallverhütungsmaßnahmen gefährdet, macht eine Änderung in den reinen Zeitlohn nötig."

Die Abgeordnete wies daraufhin, dass der ehemalige Minister Bökel (SPD) Gespräche in Richtung Zeitlohn noch vor Ende der letzten Legislaturperiode geführt hatte. "Die erste Handlung von Minister Dietzel in der neuen Regierung war die Einstellung dieser Gespräche". Insofern sei Dietzel konsequent bis jetzt geblieben, "aber auf dem Rücken der Waldarbeiter".