Spies: Landesregierung gefährdet die Qualität der zahnärztlichen Versorgung in Hessen

Dem Patienten werde suggeriert, daß beim jeweiligen Zahnarzt eine besondere Fachkompetenz bestehe, beispielsweise bei den Tätigkeitsschwerpunkten Implantologie, Paradontologie oder Kinderzahnheilkunde. "Dafür ist aber keinerlei Nachweis zu führen", so Spies.

Dies berge zum einen die Gefahr, die Patienten zu täuschen, als auch eine erhebliche Ungerechtigkeit gegenüber den Zahnärzten, die sich tatsächlich um eine qualifizierte Fortbildung bemüht haben. "Wenn jeder sich mit Fähigkeiten rühmen kann, ohne Nachweis, sie auch erworben zu haben, dann leiden darunter besonders die Zahnärzte, die Zeit, Geld, und Engagement in den Erwerb solcher Kenntnisse gesteckt haben", so Spies.

Dieses Vorgehen der Landesregierung sei völlig unverständlich. Deshalb erwartet Spies mittels einer Anfrage eine Auskunft der Landesregierung, wie mit diesem Vorgehen die Qualität der zahnärztlichen Behandlung und das Vertrauen der Patienten in ihre Ärzte unbeschädigt bleiben sollen. "Nahezu täglich kann man beobachten, daß die hessische Sozialministerin ihr Fach in keinster Weise beherrscht und gerade in der Gesundheitspolitik die Sicherheit und Gesundheit der hessischen Bürgerinnen und Bürger gefährdet."