Fuhrmann unterstützt Kritik von Diakonie und Liga an der Sozialministerin

In erster Linie werden Einschnitte und Ungleichheiten bei den Qualitätsstandards in sozialen Einrichtungen befürchtet. "Die Ministerin schließt zwar vollmundig eine Minderung der Versorgungsqualität aus und weist auf die vertraglichen Rahmenbedingungen hin. Aber eine Kontrolle der Qualitätsstandards ist nicht vorgesehen. Was nutzen aber Absprachen, deren Einhaltung niemand kontrolliert?", fragt Fuhrmann.

Die Sozialministerin weise auch Befürchtungen, dass die Mittel für die sozialen Dienste gekürzt werden weit von sich. Fuhrmann betont in diesem Zusammenhang, dass eine Mittelkürzung im Modellversuch bereits ab 2002 fest eingeplant sei. "Hier wird die Mittelkürzung zwar wortmalerisch als ‚Effizienzdividende" umschrieben, aber faktisch bekommen die Kommunen weniger Geld für die Sozialpolitik. Die Ministerin betreibt eine Politik der schönen Worte, aber keine ehrliche Sozialpolitik", so Fuhrmann abschließend.