Neues aus Roland Kochs Fälscherwerkstatt, Teil II

Danach findet sich auf der Schwarzgeld-Vollmacht, die Roland Koch am 29. Januar 1998 Prinz Wittgenstein erteilte, eine Paraphe des Prinzen mit dem Datum 6. Februar 1998. "Es drängt sich der Verdacht auf, dass diese Paraphe ein Erledigungsvermerk ist, weil auf diesen Tag der Brief mit dem Angebot des sogenannten Wittgenstein-Darlehens datiert", so Walter. "Wenn das so ist, dann stammt das angebliche Wittgenstein-Darlehen, mit dem Schwarzgeld-Rückflüsse aus der Schweiz getarnt wurden, tatsächlich aus 1998 und kann nicht ohne Kochs Wissen abgewickelt worden sein, so dass Koch schon seit damals von den geheimen Finanzquellen der CDU gewusst haben muss."

Spätestens beim Rechenschaftsbericht 1998, der Mitte 1999 erstellt wurde, hätte Koch merken müssen, dass offensichtlich getätigte Ausgaben ebensowenig auftauchten, wie der angeblich regulär aufgenommene Kredit zur Wahlkampffinanzierung. "Das alles deutet konkret darauf hin, dass Roland Koch von der Umwegfinanzierung über ein Treuhandkonto bei Weyrauch, das zur Abwicklung des angeblichen Wittgenstein-Kredits diente, wusste."