Qualitätsverluste bei der Altenpflege-Ausbildung befürchtet

Nahezu einmütig hätten sich die Anzuhörenden – Einrichtungsträger, Altenpflegeschulen und Auszubildende – vehement gegen die geplante Verkürzung der Ausbildung auf zwei Jahre ausgesprochen. "Künftig wird eine dreijährige Ausbildung nur noch von einer Minderheit absolviert und die Qualitätsverluste bei der Ausbildung sind damit vorprogrammiert", so die Einschätzung von Fleuren und Schönhut-Keil. "Die Anzuhörenden haben aber eindeutig für mehr Fachlichkeit bei der Ausbildung plädiert und die ist durch die vorgesehene gesetzliche Regelung nicht gegeben."

Auf große Kritik sei auch die Befristung des Gesetzes auf vorerst fünf Jahre gestoßen, die lediglich zur Verunsicherung und Planungsungewissheit in der hessischen Altenpflege führen werde. Die beiden Sozialpolitikerinnen äußerten aber dennoch die Hoffnung, dass sich bis zur 2. Lesung diese Kritikpunkte in einer gemeinsamen Anstrengung noch beseitigen ließen. SPD und Grüne hätten ja bereits im Vorfeld ihre Bereitschaft signalisiert, im Sinne der Betroffenen bei der zügigen Verabschiedung des Gesetzes mitzuhelfen.