Clauss und Mertes: Wichtige Rolle bei der Entlastung des Flughafen Frankfurt

Eine wichtige Rolle bei der Entlastung des Rhein-Main-Airports sehen die SPD-Fraktionsvorsitzenden Armin Clauss (Hessen) und Joachim Mertes (Rheinland-Pfalz) auf den Flughafen Hahn im Hunsrück zukommen. "In enger Kooperation zwischen den beiden Airports kann ein beträchtlicher Teil des Charterverkehrs und der Nachtflüge auf Hahn abgewickelt werden. Dies verbessert die Drehkreuzfunktion von Frankfurt und leistet einen Beitrag zu dem unverzichtbaren Nachtflugverbot für Rhein-Main", sagten die beiden SPD-Fraktionsvorsitzenden am Dienstag nach einem Besuch der SPD-Fraktion auf dem Hahn.

Von einer Verlagerung von Flügen von Frankfurt nach Hahn profitierten beide Seiten, unterstrichen Clauss und Mertes, der die hessischen Abgeordneten begleitete. Strukturpolitisch stelle die Kooperation der Flughäfen für den Hunsrück eine wichtige Chance dar, für die allerdings verbesserte Straßen und Schienenanschlüsse Voraussetzung wären. Bei der Erschließung des Schienennetzes müsse die FAG mit ins Boot, so Mertes.

Clauss kritisierte Äußerungen von Wirtschaftsminister Posch in der heutigen Ausgabe der FAZ, wonach ein Nachtflugverbot problematisch sei. "Der Wirtschaftsminister hat offensichtlich die Bedeutung eines strikten Nachtflugverbots noch immer nicht erkannt. Wir erwarten von ihm keine hinhaltenden Erklärungen, sondern das klare Bekenntnis für ein Nachtflugverbot. Ohne Nachtflugverbot gibt es keine Zustimmung der SPD zum Flughafenausbau", sagte Clauss. Er forderte Ministerpräsident Koch auf, sich jetzt zuerst um die vordringlichste Aufgabe zu kümmern, nämlich die Nachtruhe der Region herzustellen. "Wenn der Wirtschaftsminister nicht die notwendige Entschlossenheit aufbringt, muss sich der Ministerpräsident um diese Aufgabe kümmern."