Spies: Situation der Ärzte im Praktikum dringend überprüfen

"Die Ergebnisse der schriftlichen Anhörung zu diesem Gesetzentwurf sind zum Teil erschreckend", so Spies. Es könne nicht sein, dass junge Ärzte für 60 bis 70 Stunden Arbeit eine so geringe Bezahlung von ca. 2000,– DM brutto erhalten, dass eine Familie nur mit ergänzender Sozialhilfe durchgebracht werden könne.

Spies bedauerte, dass ausgerechnet die Fragen, die die Landesbehörden betreffen, z.B. zur Ausbildungsstruktur, bislang nicht beantwortet seien. "Die Sozialministerin ist wieder einmal die, die – im Gegensatz zu vielen Verbänden – ihre Hausaufgaben nicht gemacht hat", so Spies. Immerhin habe die SPD-Initiative Bewegung in die Sache gebracht. "Wir werden noch einmal umfangreich nachfragen, um neben der Pool-Beteiligung, die Tauglichkeit des Konzeptes "Arzt im Praktikum" (AiP) zu überprüfen", so Spies. Es sei nach den bisherigen Stellungnahmen fraglich, ob das Konzept AiP die gestellten Anforderungen überhaupt erfüllen könne.

"Zehn Jahre nach Einführung ist es an der Zeit für eine umfassende Überprüfung", so Spies. Er hoffe, dass auch die Sozialministerin jetzt endlich ihren Beitrag leiste.