Schaub: SPD fordert Sofortmaßnahmen gegen Kampfhunde

Da ein Zuchtverbot nur mit zeitlicher Verzögerung wirke, müssten umgehend Sofortmaßnahmen gegen Kampfhunde und zum Schutz der Bevölkerung ergriffen werden. Schaub forderte, für Kampfhunderassen grundsätzlich Leinen- und Maulkorbzwang sowie eine Sachkundeprüfung des Halters (Hundeführerschein) in der Hessischen Hundeverordnung festzuschreiben. Darüber hinaus müssten die Regelungen wie bisher für verhaltensauffällige Hunde aller anderen Rassen und Kreuzungen gelten.

Verstöße gegen die Vorschriften müssten nach Schaubs Ansicht regelmäßig zur Einziehung der Tiere und zu einem Haltungsverbot führen. Der vorhandene Rahmen für Bußgelder müsse konsequent ausgeschöpft werden.

Schaub forderte die hessischen Kommunen auf, sich intensiver um die Einhaltung der bereits geltenden und künftig noch zu verschärfenden Bestimmungen zu kümmern. "Viele Zwischenfälle hätten bereits verhindert werden können, wenn konsequent gegen auffällig Hunde und deren Halter vorgegangen worden wäre. Hier gibt es ein Vollzugsdefizit, das dringend behoben werden muss."