Quanz: Widerspruch zwischen Sonntagsreden und schulpolitischer Realität

Erst im letzten Jahr habe die Ministerin die Stundentafel für die "Grundschule mit festen Öffnungszeiten" deutlich gekürzt, auch mit der jetzigen Aufstockung erreiche man noch nicht das Niveau, wie es unter der Vorgängerregierung Grundlage war, erklärte Quanz.

Die ebenfalls angekündigten erheblichen Kürzungen im Wahlpflichtbereich nannte Quanz "eine erhebliche Behinderung der Entwicklung von Schulprofilen und damit eine Behinderung der Förderung von Neigungen und Interessen der Schüler." Ausserdem sei davon auch massiv der EDV-Unterricht betroffen. "So widerspricht die Kultusminsterin in ihren Taten den Sonntagsreden ihres Chefs. Auf diese Weise können wie unsere Jugendlichen nicht das notwendige technische Rüstzeug für die Zukunft vermitteln", so der SPD-Politiker. Auch die Kürzungen im Fach Arbeitslehre für das Gymnasium wurden von Quanz erneut kritisiert.

Die Neuorganisation der Grundschule bezeichnete Quanz als "eine nicht kindgerechte Rückentwicklung und alles andere als ein modernes pädagogisches Konzept". "Wir waren in Hessen sowohl pädagogisch als auch schulpolitisch schon einmal viel weiter", unterstrich Quanz abschließend.