Walter: Jung wusste mehr!

"Wenn dies so in dem Bericht steht, so hätte Franz-Josef Jung Kenntnis davon haben und dies gegenüber dem Berliner Untersuchungsausschuss erklären müssen", sagte heute der SPD-Obmann im hessischen Schwarzgeld-Untersuchungsausschuss, Jürgen Walter. "Da Jungs Aussagen auch dazu offensichtlich nicht der Wahrheit entsprachen, muss dies jetzt im hessischen Untersuchungsausschuss geklärt werden", so Walter weiter.

Walter wies darauf hin, dass es sich hier schließlich um Steuergelder der Bürgerinnen und Bürger handele, die im Schwarzgeld-Sumpf der CDU versackt seien.

Zu der in dem Bericht enthaltenen Anweisung, die Unterschlagungen "geräuschlos abzuwickeln" meinte Walter, dies sei das krasse Gegenteil von Wahrheitsfindung. Der Abgeordnete forderte, dass nun endlich die ganze Wahrheit zu Reischmann auf den Tisch müsse.

"Eine `Abwicklung´ im Verborgenen ist vor dem Hintergrund der immer weiteren Verwicklungen nicht hinzunehmen, schon gar nicht für öffentliche Mittel wie die Fraktionsgelder. Die CDU und ihr Ministerpräsident zeigen sich uns auch hier wieder als das, was sie schon immer waren: Brutalstmögliche Verschleierer", erklärte Walter.