Ypsilanti: SPD startet Kampagne „Jung & Engagiert“

Ypsilanti bezeichnete dieses Hearing der Fraktion als vollen Erfolg. Jetzt würden die dort eingebrachten Wünsche und Vorschläge auf breiter Basis mit engagierten Jugendlichen diskutiert. "Wir brauchen junge Menschen und reden mit ihnen dort, wo sie sich engagieren. Wir wollen erfahren, wie ihre freiwillige Arbeit vor Ort besser anerkannt und gefördert werden kann."

Ypsilanti stellte das Positionspapier der SPD in seinen wichtigsten Punkten vor:

1. Absicherung des Ehrenamtes

· Für ehrenamtlich / freiwillig engagierte junge Menschen muss ein Unfallversicherungsschutz sichergestellt sein.
<br>
· Wir wollen die Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Arbeit von der Beitragspflicht zur Sozialversicherung befreien.
<br>
· Wir ergreifen eine Initiative zur Novellierung des Personenbeförderungsgesetzes mit dem Ziel, Vereine und Verbände von den derzeitigen Personenbe-förderungsbestimmungen freizustellen.
<br>
· Ein Handbuch "Hilfen im Ehrenamt" für ehrenamtlich Engagierte mit erläuterten Gesetzestexten, Förderregelungen, Kontaktadressen etc. soll freiwilliges Arbeiten erleichtern.

2. Anerkennung ehrenamtlichen Engagements

· Wir starten eine Initiative zur Anerkennung langjährig ehrenamtlichen/freiwilligen Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit als Ersatz zum Wehrdienst bzw. Zivildienst bzw. zur Verpflichtung zu ehrenamtlichem/freiwilligen Engagement entsprechend der Regelung im Katastrophenschutz (Feuerwehr, THW u.a.).
<br>
· Wir setzen uns dafür ein, dass bei einem Ehrenamtsnachweis Studienplätze sowie Wehrdienst- rep. Zivildienstplätze wohnungsnah vergeben werden.
<br>
· Langjährig ehrenamtlich/freiwilliges Engagement soll als (vor-, studienbegleitende) Praktikumszeit beispielsweise im Rahmen der Ausbildung an Fachschulen und Fachhochschulen für Sozialwesen/Sozial-pädagogik/Sozialarbeit in Hessen anerkannt werden.
<br>
· Das Beiblatt zum Schulzeugnis, das über ehrenamtlich/freiwilliges Engagement informiert, muss landesweit endlich umgesetzt und attraktiver gestaltet werden. Mit einer Informationskampagne soll die Hessische Landesregierung für das Beiblatt werben.

3. JugendleiterInnencard (Juleica)

· Die SPD setzt sich auch künftig für die JugendleiterInnen-Card ein. Die Juleica soll aufgewertet und ausgeweitet werden durch die Verknüpfung mit Leistungsangaben auf Landes- und Kommunalebene (z.B. durch verbilligten Erwerb einer Bahn-Card, vergünstigte Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs, kostenlosen Eintritt ins Schwimmbad).
<br>
· Wir regen eine Initiative zur zügigen Umsetzung und Vereinfachung der Vergabe der Juleica auf kommunaler Ebene an.

4. Imageförderung

· Wir fordern einen Bericht zum Ehrenamt bzw. zur Freiwilligenarbeit in Hessen, der in jeder Legislaturperiode durch die Hessische Landesregierung erstellt und veröffentlicht werden soll.
<br>
· Die SPD startet eine breit angelegte Öffentlichkeitskampagne zum ehrenamtlich/freiwilligen Engagement, die bei Kommunen, auf Landesebene und bei – potenziell – Engagierten für ein starkes Ehrenamt wirbt.

5. Weiterbildung, Freistellung, Qualifizierung

· Der Anspruch auf bezahlten Sonderurlaub für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Jugendarbeit in Hessen soll durch Landesmittel sichergestellt werden.
<br>
· Die Qualifizierungsangebote für ehrenamtlich/freiwillig engagierte Menschen oder diejenigen, die sich engagieren wollen, sollen durch eine deutliche Erhöhung der Fördermittel in den Landkreisen und auf Landesebene ausgeweitet werden.
<br>
· Die Qualifikation ehrenamtlich/freiwilliges Engagierter wollen wir durch die Umsetzung des im Bildungsurlaubsgesetz verankerten Anspruchs auf Bildungsurlaub zur Qualifizierung und Weiterbildung im Ehrenamt verbessern und ausweiten.