Hoffmann: Marktchancen für Energie aus Biomasse

Heftige Kritik übte Christel Hoffmann an der Hessischen Landesregierung, die im Bundesrat gegen das EEG gestimmt hatte. Auch die Koalitionsfraktionen hätten sich im Landtag gegen das EEG ausgesprochen. Damit dokumentierten sie, dass ein Ziel in ihrer Koalitionsvereinbarung, die verstärkte Nutzung von Biomasse, von ihnen selbst nicht ernst genommen würde. Im Erneuerbaren Energiengesetz sind feste Vergütungssätze für die Erzeugung von Strom aus Biomasse verankert, die einen wirtschaftlich erfolgreichen Betrieb von Biogasanlagen zu ermöglichen. Strom aus Biomasse wird danach mit bis zu 20 Pfg. pro Kilowattstunde vergütet. Außerdem sind die Netzbetreiber verpflichtet, Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Ernergiequellen an ihr Netz anzuschließen, den gesamten Strom abzunehmen und entsprechend zu vergüten.

Mit dem Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien beabsichtige die Bundesregierung den alternativen Energieträgern zum Durchbruch zu verhalfen. Von 200 Mio DM im Jahr seien in diesem Programm 70 Mio DM für die Landwirtschaft reserviert, um z.B. Biogasanlagen zu fördern. Mit dem Fördermix von Investitionshilfe und Festvergütung für den erzeugten Strom ließen sich z.B. Biomasse-Blockheizwerke kostengünstig errichten und anschließend wirtschaftlich betreiben.

Sie hoffe, so Christel Hoffmann abschließend, dass die hessischen Bauern klüger seien als die hessische Landesregierung und diese Chancen nutzten.