Walter: Wurden CDU-Aussagen vor dem Berliner Untersuchungsauschuss abgesprochen?

"Nachdem der stellvertretende Landesgeschäftsführer Hehn gestern auf mehrmaliges Nachfragen schließlich eingestanden hat, dass er vor 14 Tagen in die Staatskanzlei bestellt wurde, um seinen Auftritt vor dem Berliner Untersuchungsauschuss vorzubereiten, steht der Verdacht im Raum, dass Roland Koch, die Aussagen der Zeugen so koordiniert hat", sagte Walter. Er forderte von Koch eine Erklärung, was er mit Herrn Hehn besprochen habe.

Koch sei durch die gestrige Aussage Hehns erneut seine mangelnde Redlichkeit und Wahrheitsliebe nachgewiesen worden. "Herr Koch hat vor einer Woche im Untersuchungsausschuss in Berlin den Eindruck erweckt, mit niemandem über die Zeugenaussagen gesprochen zu haben. Dies ist eindeutig falsch. Wir werden, sobald das Protokoll der Vernehmung vorliegt, prüfen, ob Roland Koch gelogen und sich möglicherweise sogar einer falschen uneidlichen Aussage schuldig gemacht hat."

Auch die gestrige Aussage von Walter Wallmann setze Koch erneut unter Druck, die wahre Herkunft der 1983 ins Ausland verschobenen 22,8 Millionen DM endlich herauszufinden. "Der langjährige Landesvorsitzende konnte keinerlei Erklärung dafür abliefern, wie die hessische Union legal in den Besitz dieses Geldes gekommen sein will. Dies ist ein weiteres Indiz für die illegale Herkunft dieser Mittel."