Quanz: Kultusministerin Wolff soll Verordnungsentwurf zur Stundentafel zurückziehen

"Sie kennt weder die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler noch der Unternehmen. Sie setzt einseitig auf das Aussortieren der Schüler und Schülerinnen in drei sich immer weiter auseinander entwickelnde Schulformen statt auf optimale Förderung der individuellen Begabung der Kinder", so der Abgeordnete.

Quanz kritisierte, dass mit der Einführung von bildungsgangbezogenen Stundentafeln die Durchlässigkeit zwischen den Schulformen eingeschränkt werde. "Die noch im Schulgesetz verankerte Durchlässigkeit wird mit dieser Maßnahme ad absurdum geführt, zu unterschiedlich sind die Fächeranteile und dies bereitet erhebliche Probleme bei einem Wechsel der Schulform. Für Haupt- und Realschüler werden damit auch Zugänge in die Bildungsgänge der Schulen der Sekundarstufe II deutlich erschwert. Für viele werden damit Bildungschancen zunichte gemacht."

Mit der Abschaffung von Lernbereichen und der radikalen Kürzung des Wahlpflichtbereichs schränke die Kultusministerin die Möglichkeiten der einzelnen Schulen zur Ausbildung eines schulspezifischen Profils erheblich ein.

"Gerade der für eine zukunftsgerechte Bildungspolitik immer wichtiger werdende Bereich der Vermittlung von Medienkompetenz, von EDV- und Informatikkenntnissen findet in den Stundentafeln überhaupt keine Berücksichtigung mehr. Die Kürzung im Bereich Fremdsprachen in allen Bildungsgängen sowie die Abschaffung des Faches Arbeitslehre an Gymnasien vermindern die beruflichen Chancen der Schülerinnen und Schüler in unverantwortlicher Weise und sind die völlig falsche Antwort auf die gesellschaftlichen Entwicklungen im neuen Jahrhundert", begründete Quanz den Antrag seiner Fraktion.