Clauss: Mangelnde Demokratie in der CDU ist das Problem, nicht die Satzung

Clauss verwies die Darstellung von den beiden getrennten Regelkreisen zwischen Schatzmeister und Landesgeschäftsführer/Generalsekretär ins Land der Märchen. "Schon heute ist der Landesvorstand in seiner Gesamtheit für die Finanzen verantwortlich. Und wenn der Landesvorsitzende Roland Koch sich – im besten Falle – nicht um die Dinge gekümmert hat, lag das nicht an der Satzung. Dass seine Imagekampagne und die Computer für seinen Wahlkampf aus Schwarzen Kassen finanziert werden konnten, lag nicht an der CDU-Satzung, sondern an der kriminellen Energie wichtiger CDU-Funktionäre und einer mangelnden innerparteilichen Kontrolle", sagte Clauss. "Die heutige Pressekonferenz stellt eine Fortsetzung der bisherigen Täuschung dar, die von der Verantwortung Roland Kochs ablenken soll."

Eine intensive Debatte über das Parteiengesetz hält Clauss für unabdingbar. Aus dem CDU-Skandal müssten die notwendigen Lehren gezogen werden. "Bei den Bürgerinnen und Bürgern stösst es auf kein Verständnis, wenn die Verantwotlichen in Parteien nicht strafrechtlich zur Rechenschaft gezogen werden können."