„Moses-Projekt“ kann die mißglückte Familienpolitik der Landesregierung nicht verdecken

Darüber hinaus stellt sich für Petra Fuhrmann die Frage, warum die Ministerin die Institution eines "Moses-Projektes" überhaupt für notwendig hält. Wenn Eltern tatsächlich in eine so bedrängende Situation kommen, dass sie ihr Kind weggeben wollen, dann schauen sie kaum im Telefonbuch nach, wo der Standort des nächsten Moses-Projektes ist, sondern sie setzen ihr Kind wahrscheinlicher in einem Krankenhaus aus. Da eine solche Station nur in absoluten Ausnahmefällen genutzt werden wird, dürfte sie in der Bevölkerung kaum bekannt sein. Ein flächendeckendes Netz von Moses-Stationen, das Mosiek-Urbahn für erforderlich hält, würde immense Kosten verschlingen. Statt bewusst in diese Ausnahmesituationen zu investieren, sollte die Ministerin besser eine seriöse Sozialpolitik machen und den Alltag aller Familien unterstützen.