Clauss: Koch bestätigt falsche Aussage vor dem Landtag – Tätigkeit Weyrauchs soll standesrechtlich überprüft werden

Nunmehr bestätige Koch in der heutigen Ausgabe des "Spiegel" indirekt, was andere Zeitungen, zum Beispiel "Die Welt" ebenfalls berichtet hatten, nämlich dass sehr wohl der angebliche Steuerberater Weyrauch auch als Wirtschaftsprüfer der hessischen CDU tätig gewesen ist. "Das ist aber nach dem Parteiengesetz unzulässig. Hier liegt ein massiver Verstoß vor, der die illegalen Praktiken der hessischen CDU erst ermöglicht hat. Auch dafür trägt Roland Koch als Vorstandsmitglied der CDU Mitverantwortung. Oder hat das auch Herr Kanther eingefädelt und Koch hat nichts gewusst?" , sagte Clauss am Montag in Wiesbaden. Der angebliche Aufklärer Koch habe am 16. Dezember den Landtag gleich mehrfach getäuscht, er tauge nicht dazu, jetzt die Rolle des Biedermannes zu spielen, so der Fraktionschef.

Mit einem Schreiben an die Wirtschaftsprüferkammer hat die SPD-Fraktion heute angeregt, dass Verhalten der Firma Weyrauch auch standesrechtlich zu überprüfen. Sowohl gegen das Parteiengesetz, das eine unparteiische Wahrnehmung der Aufgaben eines Wirtschaftsprüfers verlange, als auch gegen das Bilanzrichtliniengesetz, das jemanden als Prüfer ausschließt, wenn er an der Führung der Bücher beteiligt war, sei anscheinend verstoßen worden.