Clauss: Woher stammt das Geld? – SPD-Fraktionsvorsitzender kritisiert ehrlose Legendenbildung der hessischen CDU

"Das Verstecken dubioser Finanzmittel im Ausland, die Art des Transfers in die Schweiz, die Rückführung des Geldes über den Umweg von Liechtenstein nach Deutschland, diese mafiöse Form der Geldwäsche erfordert schon eine besondere kriminelle Energie, die man bisher tatsächlich nur von einer ‚Ehrenwerten Gesellschaft" kannte", so Clauss.

Besonders empörend empfindet die SPD-Fraktion die wochenlang aufrecht erhaltene, von niemandem in der CDU-Führung widersprochene Legende von Vermächtnissen jüdischer Emigranten. "Die Instrumentalisierung der Verfolgten des Nazi-Regimes für die eigenen kriminellen Machenschaften, ist eine besonders perfide und geschmacklose Ablenkungsstrategie. Dass ausgerechnet Prinz Wittgenstein sich dieser Lüge bedient und damit niederste, antisemitische Tendenzen schürt, ist eine Skrupelosigkeit und Ehrlosigkeit erster Güte", empört sich der SPD-Fraktionsvorsitzende.

Die abgeschmackte Vermächtnis-Lüge wurde zudem vom CDU-Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Roland Koch nicht nur zugelassen, er hat sie ohne Nachfragen oder Zweifel übernommen. Auch aus anderen CDU-Kreisen gab es keinen Widerspruch gegen diese schändliche und historisch besonders fragwürdige Vertuschung. "Eine Entschuldigung von Koch, Wittgenstein und alle anderen Beteiligten der Hessischen CDU beim Zentralrat der Juden in Deutschland ist mehr als überfällig," fordert Clauss. "Herr Koch, sagen Sie endlich die Wahrheit, woher die Millionen auf den Schwarzgeldkonten stammen."
<br>