Zukunft der Lehrerfortbildung sichernQuanz: Stellen bei HELP kein Steinbruch für andere Bereiche

Quanz befürchtet, dass durch die neu eröffnete Diskussion die gerade begonnene Umsetzung in der Reform der Lehrerfortbildung erneut gestört wird. Die Unterstützungssysteme im hessischen Schulwesen, die Studienseminare im Bereich der Lehrerausbildung und das HELP als Institution für die Lehrerfortbildung hätten gerade erst gemeinsam mit der Schulaufsicht begonnen, in neuen Strukturen erfolgreich zusammen zu arbeiten. Nach § 99 des Hessischen Schulgesetzes trügen alle drei Bereiche entscheidend für die Schulentwicklung und für die Qualitätssicherung des Schulwesens bei. Hierbei habe es sich bewährt, dass die jeweilige Eigenständigkeit der Systeme optimale Voraussetzungen biete für erfolgreiches, kooperatives Handeln.
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Quanz befürchtet, dass die neuen Pläne eine deutliche Minderung in der Fortbildungsqualität für die Lehrerinnen und Lehrer darstellen könnten. Gleichzeitig sei zu erwarten, dass der Stellenbereich als Steinbruch benutzt werden solle, um für andere Bereiche Stellen zusätzlich zu gewinnen. Die Lehrerfortbildung sei aber in ihren quantitativen und qualitativen Angeboten dringend notwendig, wenn der Lehrerberuf auch in Zukunft dauerhaft den Anforderungen, die an den schulischen Alltag der Kolleginnen und Kollegen gestellt würden, gerecht werden wolle. Gerade die Berufsgruppe, die sich ständig mit der Erneuerung des Wissens und dessen Vermittlung professionell befasse, müsse auch in die Lage versetzt werden, durch ständige Fortbildung auf dem Laufenden zu bleiben, um das aktuelle Wissen entsprechend didaktisch aufbereitet an die nächste Generation weitergeben zu können. Die Verlautbarungen der neuen Kultusministerin ließen befürchten, dass die Schulverwaltung und die Unterstützungssysteme HELP und Studienseminare einer neuen Organisations-debatte ausgesetzt werden. Dass über die Pläne zur Bildung neuer Zentren für Aus- und Fortbildung die jeweiligen Organisationen demnächst nur mit sich selbst beschäftigt seien und ihre wesentliche Aufgabe versäumten, nämlich unsere Schulen zu beraten und zu untersützten, liege auf der Hand. "Dies ist dann wohl ein wenig sinnvoller Beitrag für die Weiterentwicklung und die Qualitätssicherung in unseren Schulen", sagte Quanz abschließend in seiner Bewertung der Pläne aus dem Kultusministerium.